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Die Blutegel-Therapie Die Blutegeltherapie zeigt im Rahmen der Schmerztherapie bei Hunden (sowie auch bei Menschen) mit Gelenkserkrankungen große Erfolge. Sie eignet sich auch hervorragend für ältere Hunde, da die inneren Organe wie Herz, Leber und Nieren bei der Blutegeltherapie nicht belastet werden.   Die Blutegel werden von den Hunden fast immer gut toleriert, was sie zu „willkommenen Helfern“ macht.     Für die Blutegeltherapie verwende ich ausschließlich medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) aus einer Blutegelzucht. Damit ist gewährleistet, dass die Blutegel steril und somit für den medizinischen Einsatz geeignet sind. Jeder Blutegel wird hygienischen und gesetzlichen Gründen nur einmal eingesetzt. Blutegel ist ein sehr umweltempfindliches Tier, kann nur in absolut sauberen Gewässern leben und toleriert keine Umweltverschmutzungen. Gehalten wird er in chlorfreiem Wasser und bedarf einer guten Pflege. Für therapeutische Zwecke eingesetzt, ist er sehr empflindlich auf verschiedenste Umweltreize wie Seife, Desinfektionsmittel, Kälte,  aber auch Zigarettenrauch. Der Blutegel hat 2 Saugnäpfe, wovon einer der Befestigung dient, der andere die Mundwerkzeuge enthält, welche zur Blutmahlzeit benötigt werden. Der Saugakt dauert durchschnittlich ca. 30 Minuten (10 Minuten bis zu 2 Stunden), wobei pro Blutegel zwischen 5-10 ml Blut aus dem Wirt aufgenommen wird. Das 4- bis 5-fache davon kann dem Patienten aber noch als Nachblutung entzogen werden. Wegen des Blutverlusts wird die Anzahl eingesetzter Blutegel auf Gewicht und Grösse eines Tieres abgestimmt. Wirkung des Blutegelbisses: Der Blutegelbiss hat grundsätzlich eine Doppelwirkung: einerseits die heilsame Wirkung des Substanzcocktails im Blutegelspeichel, andererseits die entstauende Wirkung durch Absaugen und Aderlass. Die im Blutegelspeichel enthaltenen Substanzen haben eine gerinnungshemmende Wirkung, sind entzündungshemmend und schmerzlindernd, sowie gefässerweiternd und lymphstrombeschleunigend. Andere enthaltene Stoffe sind immunisierend und antibiotikaähnlich. Das bis zu 24 Stunden dauernde Nachbluten sollte keinesfalls unterbrochen werden, da es nebst einem sanften Aderlass auch eine Reinigung der Bisswunde vor Sekundärinfektionen bewirkt.  Indikationen für die Blutegeltherapie: Alle Formen von Entzündungsprozessen, sowie bei Störungen der Blutzirkulation. Blutegel an entzündeter Wunde Blutegeltherapie ist empfehlenswert bei: - Arthritis (Gelenksentzündungen) - Arthrosen - Hüft- und Ellenbogendysplasie - Sehnen(scheiden)entzündungen - Spondylose - Cauda equina - Blutergüssen, Quetschungen, Prellungen - Thrombosen, Ödeme - Abszessen, Furunkeln - Bisswunden - schlecht heilenden Wunden - Blutohr - Hufrehe - und vieles mehr Die Therapie darf nicht angewendet werden bei: - Blutarmut - Blutgerinnungsstörung - kurz nach Cortisontherapien - stark geschwächten Tieren